Tom Joad

Tom Joad, er kam aus’m McAlester-Knast, er kam auf Bewährung raus. Nach vier langen Jahren, denn er hat einen umgebracht, Tom Joad ist auf dem Weg nach Haus, Tom Joad ist auf dem Weg nach Haus.

Tom Joad, er traf ’nen Lastwagenfahrer, der nahm ihn ein Stück mit. Tom sagte: „Ich komm grad aus’m McAlester-Knast, saß wegen Todschlag, wenn’s dich interessiert, wegen Todschlag, wenn’s dich interessiert.“

Der Wagen verschwand in einer Wolke aus rotem Staub, Tom Joad ging den Weg zum Haus entlang. Er traf auf Prediger Casy und sie nahmen einen Schluck und sie sahen: seine Familie war gegangen. Sie sahen: seine Familie war gegangen.

Tom Joad, er fand Mutters alten Schuh und er fand Vaters Hut und er fand Muley und Muley sagte: „Die Traktoren vertrieben sie vom Gut. Die Traktoren vertrieben sie vom Gut.“

Tom Joad ging rüber zur Nachbarfarm, seine Familie, die fand er dort. Sie nahm Prediger Casy und luden den Wagen voll. Mutter sagt: „Wir müssen von hier fort.“ Mutter sagt: „Wir müssen von hier fort.“

Die zwölf Joads waren ’ne ganz schön schwere Ladung. Doch Großvater Joad, er schrie. Er nahm ’ne Handvoll Land in seine Hand und sagte: „Bis an mein Ende bleibe ich hier. Ja, bis an mein Ende bleibe ich hier.“

Sie gaben im Rippchen und Kaffee und Sirup und Großvater Joad, er starb. Sie begruben ihn am Straßenrand und Großmutter auf’m kalifornischen Berg. Sie begruben Großmutter auf’m kalifornischen Berg.

Sie standen oben auf’m Berg und sie schauten gen Westen und es sah aus wie’s gelobte Land: das grüne Tal mit dem Fluss dadurch. Da gibt’s Arbeit für jede Hand, dachten sie, da gibt’s Arbeit für jede Hand.

Die Joads kamen dort in ein Camp, dort kochten sie ihr Mahl. Und all die hungrigen Kinder aus dem Camp sagten: „Wir hätten gern was ab.“ Sie sagten: „Wir hätten gern was ab.“

Ein Bulle schoss auf einen Mann, er traf eine Frau in den Rücken. Bevor er noch mal zielen konnte hinderte Casy ihn abzudrücken, hinderte Casy ihn abzudrücken.

Sie legten Casys Hände in Schellen und sie brachten ihn fort. Und er traf Tom Joad wieder auf der Brücke übern Fluss und dies waren seine Worte, armer Junge, dies waren seine Worte:

„Ich predigte für den Herrn eine lange Zeit, über reich und arm predigte ich. Wir Arbeitervolk müssen uns zusammentun, eine andere Chance haben wir nicht, eine andere Chance haben wir nicht.“

Die Bullen kamen ran und Tom Joad und Casy rannten, unter die Brücke wurden sie gejagt. Und die Bullen schlugen mit Knüppeln auf Casy ein bis der Prediger am Boden lag, armer Casy, bis der Prediger am Boden lag.

Tom Joad entriss einem Bullen den Knüppel, schlug ihn ihm auf den Kopf. Tom Joad auf der Flucht in die dunkle Nacht … Ein Bulle und ein Prediger sind tot, zwei Männer, ein Bulle und ein Prediger sind tot.

Tom Joad rannte dahin, wo seine Mutter schlief, er weckte sie aus dem Schlaf. Er küsste zum Abschied die Mutter, die er liebt, sagte was Casy ihm gesagt, Tom Joad, er sagte, was Casy ihm gesagt:

„Vielleicht sind wir alle eine große Seele, so ist’s wie’s mir scheint. Wo immer du hinsiehst am Tag, in der Nacht, dort werde ich sein, Ma, dort werde ich sein.

Wo immer kleine Kinder Hunger haben und schreien, wo immer Leute kämpfen frei zu sein, wo immer Leute kämpfen für ihre Rechte, dort werde ich sein, dort werde ich sein.“